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Der EAKS im SBB Unterwerk

Im EAKS gehen wir alle Jahre auf einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung und machen dort einen

Grillabend am Schienenstrang.


Dabei gibt’s dann Trainwatching, Wurst in die Hand, Getränk auf dem Tisch und gute Leute für ein interessantes Gespräch – was willst du noch mehr?


Wir können das aber noch toppen mit einer zwangslosen Weiterbildung – und das geht so!


Den Grillabend am Schienenstrang haben wir auch schon in Etzwilen zelebriert und dort das fahrbare Unterwerk der SBB gesehen.

Ob man das „Stromgestell“ mit dem Spezialwagen eventuell sogar besichtigen kann?



Adi hat uns einen Kontakt vermittelt – und . . . . . . man kann es!


Am 19. August haben wir uns vor dem Unterwerk versammelt und mit Hochspannung auf die Hochspannung gewartet.



Die Türen haben sich dann geöffnet und

wir haben gelernt dass:


In einem Unterwerk die Einspeisung mit 132 KV auf die Fahrleitungsspannung von 15 KV transformiert wird. Die SBB betreiben etwa 63 Unterwerke in der ganzen Schweiz. Von diesen 63 Unterwerken sind ca. 16 als fahrbare Bauart ausgeführt.



Siehe auch Wikipedia: Liste der Bahnstromanlagen...


Alle wichtigen Bauelemente sind auf einem 8 – Achsigen Bahnwagen montiert.



Ganz rechts ist die Einspeisung mit Messwandlern. Nach links folgt der Hochspannungsschalter (die liegende Wurst) und dann der Transformator mit den fast waagrecht stehenden Hochspannungseinführungen. Die 15 KV Ausgänge aus dem Trafo führen in das weisse Schalthaus hinein. Ganz links kommen die geschalteten Ausgänge heraus, die zu den Bahnanlagen führen.


Neben dem Transformatorwagen steht die nicht mobile Freiluftschaltanlage.



Die 132 Kilovolt kommen hier vom Unterwerk Grütze.

Dies ist auf dem Bild etwas links von der Mitte. Sie werden über Trenner geführt und kommen dann ganz rechts zurück zum Transformatorwagen.



Als Spezialität hat das Unterwerk Etzwilen noch eine Netzkoppelung nach Deutschland zur DB. Solche Netzkoppelungen zur DB gibt es nur zwei, diejenige von Etzwilen nach Singen und eine bei Basel, von Muttenz nach Haltingen. Die Leitung nach Singen (DB) ist auf dem Bild ganz links.



Auf dem Transformatorwagen werden die 132 KV, (also 132000Volt oder ca. 574 mal mehr als aus der Haushaltsteckdose kommt) auf die Fahrspannung für die Züge von 15 KV heruntertransformiert und mit Schaltern auf die Fahrleitungen geschaltet.


Wir sehen uns hier den 15 KV Teil an, der sich im weissen „Haus“ befindet



Roland, der Besichtigungsleiter zeigt uns eine Hochspannungs - Sicherung















Im Steuerungscontainer können die Schaltgeräte bedient und überwacht werden. Im Normalfall werden sie aber im Fernsteuermodus von der Netzleitzentrale aus gesteuert. Es gibt aber auch noch eine Handsteuerung mit Drehkurbel oder mit Bediengriff direkt an den Schaltgeräten.











So, genug der Weiterbildung, jetzt kommt die Wurst ...




… oder besser wir gehen zur Wurst nach Hemishofen.





Im Rottenwagen des Vereins zur Erhaltung der Eisenbahnlinie Etzwilen-Singen bereitet Rolf die Würste vor ...

… und wie Anfangs schon gesagt;

in gediegener Bahnatmosphäre, mit Wurst und Getränk auf dem Tisch und guten Leuten für ein interessantes Gespräch – was willst du noch mehr?




Vielen Dank an:


Werner vom VES

Rolf für die Verpflegung

Roland von den SBB


Bilder: Romano Trapletti

Der Erzähler Robert

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